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Eine Rentenversicherung ohne einkalkulierte Vertriebskosten – was dahintersteckt.
Eine Nettopolice ist eine Rentenversicherung, bei der keine Abschluss- und Vertriebskosten im Vertrag eingerechnet sind. Die Beratung wird stattdessen separat vergütet. Das macht die Kosten transparenter: Du siehst, was du für den Vertrag zahlst und was für die Beratung. Wichtig ist auch die Kehrseite: Du bist vertraglich gebunden, und die vereinbarte Vergütung kann auch nach einer Kündigung weiter anfallen. Ob eine Nettopolice zu dir passt, hängt von deinem Zeithorizont, deiner Flexibilität und deinen übrigen Bausteinen ab. Allgemeine Information, keine Anlageberatung.
Wo stecken die Kosten – und wer sieht sie?
Bei einer Bruttopolice sind die Vertriebskosten im Beitrag enthalten und werden meist über viele Jahre aus dem Vertrag bezahlt. Du siehst sie nicht als eigene Rechnung. Bei der Nettopolice sind sie nicht eingerechnet, die Vergütung wird separat vereinbart und sichtbar ausgewiesen. Das ist transparenter, bedeutet aber, dass du die Vergütung zusätzlich zahlst. Welche Lösung besser passt, hängt von deiner Situation ab. Allgemeine Information, keine Anlageberatung.
Nicht alles auf eine Karte – ein einfaches Prinzip mit großer Wirkung.
Diversifikation bedeutet, dein Vermögen auf mehrere Bausteine zu verteilen. Wenn einer davon schwächelt, tragen die anderen weiter. Das können eine Rücklage für Notfälle, eine Immobilie und eine langfristige Altersvorsorge sein. Dabei gibt es keine Lösung für alle: Dein Alter, deine Ziele und deine Sicherheit spielen mit hinein. Allgemeine Information, keine Anlageberatung.
Kurz erklärt
Bevor du eine Vorsorgeentscheidung triffst, helfen dir diese drei Mechanismen bei der Orientierung zwischen Nettopolice, Depot und klassischen Policen.
Laufende Verwaltungskosten fallen bei jedem Vertrag an – der Unterschied liegt in den Vertriebskosten.
In der Ansparphase bleiben vertragsinterne Erträge typischerweise steuerfrei bis zur Auszahlung.
Höhere Bindung bringt verlässliche Rentenoptionen; freie Rücklagen sichern kurzfristige Handlungsfähigkeit.
Glossar
Die wichtigsten Begriffe kurz erklärt.
Abschlusskosten
Kosten, die beim Abschluss eines Vertrags entstehen, zum Beispiel für Beratung und Vermittlung.
Bruttopolice
Ein Versicherungsvertrag, in dem Abschluss- und Vertriebskosten bereits im Beitrag eingerechnet sind.
Courtage
Die Provision, die ein Versicherungsmakler vom Versicherer für die Vermittlung erhält.
Diversifikation
Das Verteilen von Vermögen auf mehrere Bausteine, damit du nicht von einer einzigen Entwicklung abhängst.
Ertragsanteil
Der Anteil einer lebenslangen Rente, der versteuert wird. Er hängt vom Alter bei Rentenbeginn ab.
Garantie
Eine vertraglich zugesicherte Mindestleistung.
Honorar
Eine vereinbarte Zahlung für die Beratung, die der Kunde direkt leistet.
Kapitalwahlrecht
Die Möglichkeit, statt einer lebenslangen Rente eine einmalige Auszahlung zu wählen, sofern der Vertrag das vorsieht.
Laufzeit
Die Dauer, für die ein Vertrag besteht.
Leibrente
Eine Rente, die ein Leben lang gezahlt wird.
Nettopolice
Eine Rentenversicherung ohne einkalkulierte Abschluss- und Vertriebskosten. Die Beratung wird separat vergütet.
Rentenfaktor
Gibt an, wie viel monatliche Rente du pro 10.000 Euro Vertragsguthaben erhältst.
Rentenlücke
Der Unterschied zwischen dem Einkommen, das du im Alter brauchst, und dem, was du voraussichtlich erhältst.
Rücklage
Ein Geldpuffer für unerwartete Ausgaben, auch Notgroschen genannt.
Versicherungsmakler
Ein Vermittler, der im Auftrag des Kunden Versicherungen auswählt und nicht an einen einzelnen Versicherer gebunden ist.
Zinseszins
Der Effekt, dass Erträge selbst wieder Erträge bringen. Je länger der Zeitraum, desto stärker wirkt er.